DER SCHORNSTEIN IST DER MOTOR DES OFENS

SCHORNSTEINZUG UND BRENNVERHALTEN...
Zu einer optimalen Funktion eines jeden Kaminofens gehören 3 Dinge:
1.) eine perfekte Verbrennungstechnik mit vorgewärmter
Nachverbrennungsluft (TA-Luft).
2.) gut brennbares, lufttrockenes Brennholz und
3.) ein gut ziehender Schornstein!

Der ’’Motor des Ofens’’!
Bei falsch dimensionierten Schornsteinen blockiert dieser statt zu ziehen…, z.B. bei
Inversionswetterlagen. Alle DAN SKAN-Öfen werden mit Lasertechnik nach einheitlichen
Qualitätskriterien gefertigt, so dass alle Öfen die gleiche spezielle Verbrennungstechnik aufweisen.
Ein Ofen hat von Fabrik aus keinen Zug… dieser entsteht erst über die Art des Rauchrohranschlusses
und die Stärke des Unterdruckes im Schornstein. Zur einwandfreien Funktion unserer
High-Tech-Kaminöfen gehören, wie bei einem Auto, welches man voll ausfahren will, auch gute
Rahmenbedingungen, die dieses zulassen.

DER SCHORNSTEINZUGTEST…
Wenn Sie prüfen wollen,
ob Sie einen serienmäßig einwandfreien Ofen gekauft haben und die Probleme an den ’’Rahmenbedingungen’’
liegen, empfehlen wir nachfolgende Tests:
1.) Der ,,Streichholz-Test’’: Ofentüre beim kalten, noch nicht
brennenden Ofen einen Spalt öffnen. Brennendes Streichholz ca. 5 cm vor den Spalt halten. Wird die
Flamme hineingezogen, so zieht der Schornstein. Wird die Flamme hinausgeblasen, drückt der Schornstein
in den Raum hinein. Wird das Streichholz durch den Luftsog sogar ausgeblasen, so ist der Schornsteinzug
wirklich o.k.
2.) Aschkastenfeuer-Test: Bitte zerknüllen Sie Zeitungspapier und verbrennen dieses bei offenem
Zugventil im eingeschobenen Aschkasten. Der sichtbare Qualm dieser Verbrennung steigt zunächst aus
der unteren Glastürhinterlüftung und mit zeitlichem Verzug dann auch aus den oberen Lüftungsschlitzen.
Dies beweist Ihnen, dass die Zuluftkanäle der Glastürhinterlüftung offen und o.k. sind.
3.) Rußablagerungs-Test: Wenn die Feuerraumauskleidung und die Glassscheiben verrußt sind,
sollte man einmal über die Rohr-Reinigungsöffnung ins Rohr schauen. Falls sich dort flockiger Ruß
abgesetzt hat, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass zu feuchtes bzw. zu schwer entflammbares
Holz gebrannt wurde. Der Schornsteinzug kann durch Verrußung bis hin zu Glanzruß, stark eingeschränkt werden.

DIE RICHTIGE DIMENSIONIERUNG…
Voraussetzung für eine gute Funktion des Kaminofens
ist die Eignung des Schornsteins (Mindestquerschnitt, wirksame Schornsteinhöhe, u.a.), die nach
DIN 18160 sowie nach DIN 4705, Teil 2 und 3 beurteilt wird. Schornsteinsysteme von 20 cm
und mehr Innendurchmesser und weniger als 5 m wirksame Schornsteinhöhe
(gemessen ab Oberkante Feuerungsöffnung) können Zugprobleme aufweisen. Der Unterdruck im
Schornstein (Schornsteinauftrieb) reicht dann nicht aus, um rauchaustrittsfrei Brenngut nachzulegen.
Kleinere Querschnitte (z.B. Rauchrohrdurchmesser) und Zughöhen von über 6 m sind vorteilhaft.
Aus langjährigen Erfahrungen empfehlen wir einen Schornsteinquerschnitt von 160 mm! Bei diesem
Querschnitt kann der Volumenstrom beim Holznachlegen am besten abziehen. Der Innendurchmesser
des Rauchrohrstutzens am DAN SKANOfen hat nur 130 mm. Deshalb können auch Schornsteine,
die 130-150 mm Diameter haben, gut ziehen. Die Unterdruckmesswerte im Schornstein sollten
möglichst 11 bzw. 12 Pa erreichen.

HEIZEN IN DER ÜBERGANGSJAHRESZEIT…
In der Übergangszeit, d. h. bei höheren
Außentemperaturen, kann es bei plötzlichem Temperaturanstieg zu Störungen des Schornsteinzuges
kommen, so dass die Heizgase nicht vollständig abgezogen werden. Bei schlecht ziehenden Schornsteinen
und in den Schornstein hineindrückenden Winden, insbesondere bei Inversionswetterlagen,
können Kaminöfen zeitweise nicht gefeuert werden, da diese sich bei geöffneter Tür beim Holz
nachlegen, ähnlich wie offene Kamine verhalten! Machen Sie deshalb vor dem Aufbau des ,,Topfires’’
den Schornsteinzugtest. So können Sie sehen, ob der Schornstein nach außen zieht oder in den Aufstellraum
hinein bläst. Ist Zweiteres der Fall, müssen Sie mit einem ,,Lockfeuer’’ (siehe Bedienungsanleitung) den
Schornsteinzug in die richtige Richtung bringen. Hier ist es wichtig, dass Sie vor dem Anzünden ein Fenster
oder eine Tür gegen die Windrichtung öffnen, um so den Unterdruck im Aufstellraum zu erhöhen.

ABTRANSPORT DER RAUCHGASE…
Ganz entscheidend für eine saubere Verbrennung ist der gesicherte Abtransport der Abgase über das
Rauchrohr- und Schornsteinsystem. Es ist daher wichtig, eventuelle Rußablagerungen in den Abgaswegen
in regelmäßigen Abständen zu entfernen. Wir empfehlen eine Rauchrohrreinigung 1x jährlich vor der Heizsaison.
Die Funktion der doppelten Glashinterlüftung (von unten und von oben!) hängt ebenfalls vom guten
Unterdruck im Schornstein ab! Wenn beim Brennholznachlegen Rauch entweicht, deutet dies auf ein
Witterungs- oder ein Schornsteinzugproblem hin. Ist Ihr Schornstein größer oder kleiner als von uns
empfohlen, sollten Sie möglichst einen Kaminofen mit Doppeltüren wählen, bei dem man beim Nachlegen
nur die Hälfte der Glasfront öffnet. Dies ist besonders bei größeren Kaminöfen mit großer Seiteneinsicht
wichtig.

DIE FLAMMENFÖRDERER…
Bitte denken Sie daran, dass schlecht entflammbares, zu festes oder zu feuchtes Holz ein starker
Rußproduzierer ist. Legen Sie also immer, wenn Sie Eichen- oder Buchenholz verbrennen, leicht
entflammbares, trockenes Fichten- oder Kiefernholz als ,,Flammenförderer’’ dazwischen. Denken Sie
auch daran, dass Buchenholz teerhaltig ist und deshalb hartklebende schwarze Flecken an die Glasscheiben
spritzt! Dagegen hilft auch keine Spülluft! Diese Teerpartikel können sich zu großen ,,Wolken’’ ausbreiten,
die nur mit grober Stahlwolle Nr. 2 und Nr. 3 entfernbar sind. Wichtig: ein guter Auftrieb im
Schornstein hängt von der Flammenbildung im Brennraum ab …ohne Flamme läuft nichts… die Abgase
stehen im Schornstein! Wenn das Feuer beim Nachlegen ganz heruntergebrannt ist, ist es besonders wichtig,
zur Entfachung des nachgelegten Holzes einen ,,Blasebalgeffekt’’ durch ,,Startluft’’ über die leicht geöffnete
Ofentür zu geben.

ABZUGSVERBESSERUNG…
Starten Sie Ihren Ofen immer mit einer bis zu
zweistündigen Startfeuerphase gemäß unseren TOPFIRE Empfehlungen. Nur wenn das System Ofen
und Schornstein eine gute Grundhitze aufweist, sind die Rahmenbedingungen für einen guten Schornsteinzug
und einen guten Abbrand gegeben. Falls Ihr Schornsteinzug im kritischen Bereich liegt, (zu geringe Sogkraft),
können Sie auch zur Verbesserung des Rauchabzuges die Rauchumlenkplatte verkleinern oder ganz aus
Ihrem Ofen herausnehmen.
DAN SKAN-Öfen sind so stabil, dass Sie dies bedenkenlos tun können.